{"id":3960,"date":"2022-07-05T20:18:46","date_gmt":"2022-07-05T20:18:46","guid":{"rendered":"http:\/\/viktorianeckarhausen.de\/?page_id=3960"},"modified":"2022-07-05T20:18:46","modified_gmt":"2022-07-05T20:18:46","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/viktorianeckarhausen.de\/?page_id=3960","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Prolog<\/h4>\n\n\n\n<p>Ende des 19 Jahrhunderts war es in Deutschland \u00fcblich, dass M\u00e4nner im Gesangverein aktiv waren, sich bei der Feuerwehr engagierten oder aber getreu nach Turnvater Jahn \u201efrisch \u2013 fromm \u2013 fr\u00f6hlich \u2013 frei\u201c etwas f\u00fcr die k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung taten. Unvorstellbar aber war der Gedanke, dass junge M\u00e4nner in kurzen Hosen einem Ball hinterher rannten.&nbsp; Doch die \u201eenglische Krankheit\u201c, so wurde das Fu\u00dfballspiel abf\u00e4llig genannt, lie\u00df sich nicht aufhalten. Immer mehr M\u00e4nner und Jugendliche fanden gefallen an dem neuen Spiel und es kam zur Gr\u00fcndung von ersten Vereinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch vor einer kleinen Gemeinde, wie es Neckarhausen zu diesem Zeitpunkt war, machte die Begeisterung am Fu\u00dfball keinen Halt. Die Anf\u00e4nge des Fu\u00dfballspiels gehen auf das Jahr 1899 zur\u00fcck. Zun\u00e4chst kickte man damals auf den Stra\u00dfen und kleinen Pl\u00e4tzen innerhalb des Ortes. Im Fr\u00fchjahr des Jahres 1900 wurde von der Gemeinde die Akazienwiese (Aharz) unterhalb des Stauwehrs zum Preis von 50 Pfennig pro Jahr gepachtet. Die Wiese war ein brachliegendes Allmendgel\u00e4nde, das vom Ort aus gesehen linkerhand vom Neckardamm lag.<\/p>\n\n\n\n<p>Von nun an trafen sich ungef\u00e4hr 20 Buben im Alter von 10 \u2013 14 Jahren sonnt\u00e4glich gegen 13.30 Uhr am OEG \u2013 Viadukt. Nachdem jeder seinen Spielbeitrag von 10 Pfennig geleistet hatte, wurde unter Vorantragen eines Wimpels singend zum Spielfeld marschiert. Bald fanden sich Zuschauer aller Altersklassen ein, die den Jugendlichen beim Kicken zuschauten. Da die Zahl der Spieler st\u00e4ndig zunahm, musste man sich bald nach einem gr\u00f6\u00dferen Platz umsehen. Im Fr\u00fchjahr 1903 wurde das Spielfeld auf die Neckarwiesen verlegt. Aber auch hier waren die Spielverh\u00e4ltnisse nicht ideal. Wegen des Hochwassers musste der Platz mehrmals gewechselt werden. Es wurde sowohl oberhalb als auch unterhalb der Neckarbr\u00fccke gespielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Sportclub 1903 Neckarhausen aus der Taufe gehoben. Zum 1. Vorsitzenden wurde Fritz B\u00fchler bestellt. Einer der Gr\u00fcndungsmitglieder war der Gastwirt Johann A. Fillbrunn. So war es nicht verwunderlich, dass man seine Wirtschaft, den \u201eZ\u00e4hringer Hof\u201c zum Vereinslokal auserkor. Zweck des neuen Vereins sollte sein:&nbsp; \u201eDurch k\u00f6rperliche \u00dcbung im Stemmen, Ringen u.s.w. K\u00f6rper und Geist zu kr\u00e4ftigen und gesund zu erhalten.\u201c Als Statuten des Vereins hat man die Statuten des Ring- und Stemmclubs Ladenburg angenommen. Als Sport w\u00e4hlte man ein wei\u00dfes Hemd und schwarze Hosen.&nbsp; Der offizielle Antrag zur Gr\u00fcndung des Vereins wurde allerdings erst am 16. August 1904 beim \u201eGro\u00dfherzoglichen Bezirksamt Mannheim\u201c gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1905 formierte sich im Gasthaus \u201eZum Kranz\u201c noch ein zweiter Verein im Ort. Es war der Fu\u00dfballclub \u201eViktoria\u201c mit den Farben schwarz, rot, schwarz. 1. Vorsitzender war Heinrich Kinzig. Der Sportplatz befand sich ebenfalls auf den Neckarwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 27. M\u00e4rz 1908 trafen sich die Mitglieder des \u201eSportclub 1903\u201c und des \u201eFC Viktoria\u201c&nbsp; im Gasthaus&nbsp; \u201eZ\u00e4hringer Hof\u201c&nbsp; und beschlossen die beiden Vereine zu fusionieren. Der neue Verein erhielt den Namen \u201eFC Viktoria\u201c mit dem Zusatz des Gr\u00fcndungsjahres 1908.&nbsp; Die Mitglieder w\u00e4hlten aus ihrer Mitte Fritz B\u00fchler zum ersten Vorsitzenden des neuen Vereins. Zum Vereinslokal bestimmte man den \u201eZ\u00e4hringer Hof\u201c. Zur Vereinsfarbe bestimmte man schwarz, rot, schwarz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitgliederzahl entwickelte sich sehr gut und noch im Gr\u00fcndungsjahr trat der neue Verein dem Verband S\u00fcddeutscher Fu\u00dfball- Vereine bei und somit stand einem geregelten Spielbetrieb nichts im Wege. Das erste belegbare Spiel des \u201eFC Viktoria\u201c fand am 30. August 1908 statt. Gegner war der FC Viktoria Neckarau, der mit 9:1 besiegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teil 1 \u2013 Die goldenen Jahre ( 1909\u20131917 )<\/h4>\n\n\n\n<p>Noch im Gr\u00fcndungsjahr trat der FC Viktoria dem S\u00fcddeutschen Fu\u00dfballverband bei. Zu dieser Zeit gab es drei Spielklassen. Die A- , B- und C\u2013Klasse. Wir wurden der C\u2013Klasse zugeteilt. Im Sp\u00e4tjahr 1909 nahm die Viktoria erstmals an Verbandsspielen teil. In der Anfangszeit kamen viele Gegner aus dem Stadtgebiet von Mannheim. Man traf dabei auf&nbsp;<em>FG Olympia, FC Concordia, SV Helvetia, MFC Baden, FK Badenia, FG Kickers oder SK Hertha 1912.<\/em>&nbsp;Mannschaften, die seit vielen Jahren nicht mehr existieren oder durch Fusionen in anderen Clubs aufgegangen sind.&nbsp; Mit Hermann Linnenbach konnte der Verein einen ersten Trainer verpflichten. Der \u201eNeckarh\u00e4user Bub\u201c Linnenbach spielte zu dieser Zeit bei Alemania Karlsruhe, aber er kam zweimal in der Woche hierher um das Training zu leiten. Die Schulung der Mannschaft zeigte bald erste Fr\u00fcchte. Im Spieljahr 1911\/12 dominierte unsere Mannschaft von Rundenbeginn an. F\u00fcr unsere Elf schien es keine ernsthaften Gegner zu geben. Der Zuschauerzuspruch war in dieser Zeit sehr gro\u00df. Regelm\u00e4\u00dfig verfolgten 600 \u2013 800 Zuschauer die Heimspiele der Viktoria. Bei wichtigen Spielen waren es noch mehr Interessenten. Am 10. M\u00e4rz 1912 fand in Schwetzingen das Endspiel um die Gaumeisterschaft statt. \u00dcber 1.000 Zuschauer verfolgten die Partie der Viktoria gegen Germania Friedrichsfeld. Die Mannschaft demonstrierte in diesem Finale ihr K\u00f6nnen und sicherte sich mit einem 3:1 Erfolg die Gaumeisterschaft im Neckargau. Durch diesen Sieg war die Viktoria f\u00fcr die Spiele um die Westkreismeisterschaft der C \u2013 Klassen qualifiziert. Die Gegner hie\u00dfen FK Union Pirmasens als Pfalzgaumeister und FK Oberstein, der Nahegaumeister. In Pirmasens siegte die Viktoria am 31.03.1912 mit 1:0. Nach einem 2:0 Heimsieg am Ostermontag (8.04.1912) gegen Oberstein und einem 2:1 Erfolg im R\u00fcckspiel \u00fcber Pirmasens, war am 14.04.1912 die Westkreis- Meisterschaft unter Dach und Fach. Der H\u00f6hepunkt dieser Spielzeit sollte aber noch folgen. In Weinheim fand schlie\u00dflich das Entscheidungsspiel um die S\u00fcddeutsche Meisterschaft statt. Mit einem 3:2 Erfolg \u00fcber die SpVgg Neu \u2013 Isenburg wurde unsere Mannschaft Meister der Klasse C und stieg in die B\u2013Klasse auf. Mit diesem Sieg wurde die Viktoria weit \u00fcber die badischen Grenzen hinaus bekannt. &nbsp;F\u00fcr ihren Erfolg erhielt die Mannschaft einen silbernen Wanderpokal als Ehrengabe. Ein Jahr lang zierte der Pokal das Vereinslokal. Vier Wochen lang wurde er sogar in Mannheim im Konfektionshaus Engelhorn &amp; Sturm ausgestellt. Folgende Spieler trugen zu einem der gr\u00f6\u00dften Erfolge in der Vereinsgeschichte bei:&nbsp;<em>Betzwieser \u2013 Fischer, Siemisch \u2013 Grabenauer, Br\u00e4unig, Laumann \u2013 Hack, Meng, Fuchs, Stahl, Ball.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der neuen Spielklasse machte unsere Mannschaft eine gute Figur und errang im Jahr 1913\/14 die Vizemeisterschaft. Ein Kopf- an \u2013 Kopf \u2013 Rennen zwischen der Viktoria und FG Kickers Mannheim sorgte bis zum Saisonende f\u00fcr Spannung. Erst am letzten Spieltag fiel die Entscheidung zu Gunsten von FG Kickers Mannheim. Im gleichen Jahr wurde die 2. Mannschaft Meister in der B\u2013Klasse des Neckargaus. Leider schr\u00e4nkte der Ausbruch des 1. Weltkrieges die sportlichen Aktivit\u00e4ten ein. Der Spielbetrieb wurde zwar aufrechterhalten, aber zahlreiche Spiele konnten nicht ausgetragen werden. Bei den Herbst\u2013Verbandsspielen 1916\/17 spielte die Viktoria in der 2. Klasse und errang im Bezirk II die Meisterschaft. Bei den anschlie\u00dfenden Spielen um die Bezirksmeisterschaft traf unsere Elf auf den MFC 08 Lindenhof. Am 17.12.1916 unterlag man auf eigenem Platz mit 0:1 und das R\u00fcckspiel am Heiligabend ging mit 1:3 verloren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teil 2 \u2013&nbsp;Zwischen den Kriegen ( 1919\u20131943 )<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach Ende des 1. Weltkrieges wurde vom S\u00fcddeutschen Fu\u00dfballverband eine Fr\u00fchjahrrunde ausgeschrieben, die als Grundlage f\u00fcr eine sp\u00e4tere Klasseneinteilung dienen sollte. F\u00fcr unsere Mannschaft reichte es im Bezirk III nur zum 5. Platz und somit war die Qualifikation f\u00fcr die A \u2013 Klasse zun\u00e4chst verpasst. Am 5. Oktober 1919 fand in Plankstadt ein Aufstiegsspiel gegen die FVgg Seckenheim statt. Mit einem 2:0 Erfolg schaffte der FC Viktoria den Aufstieg in die A\u2013Klasse Neckargau. Im Spieljahr 1923\/24 erk\u00e4mpfte sich die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Bef\u00e4higungs- Liga, der damaligen zweith\u00f6chsten Spielklasse. Im Folgejahr musste man diese Klasse wieder verlassen, schaffte aber in der Saison 1925\/26&nbsp; &nbsp;den sofortigen Wiederaufstieg. Dar\u00fcber hinaus gewann unsere Mannschaft den Pokal im Neckarkreis. Das Finale wurde mit 4:0 gegen den FC Viktoria Wieblingen gewonnen. Zumeist pr\u00e4sentierte sich die Viktoria in folgender Aufstellung:&nbsp;<em>Ries; Betzold, Ding; Heid, Degen, Rudolf; Schreckenberger, O.Grabenauer, Quintel, Linnenbach, K.Grabenauer<\/em>. Im Spieljahr 1926\/27 durfte erneut eine Meisterschaft bejubelt werden. In \u00fcberzeugender Manier errang die Viktoria den Titel in der Bef\u00e4higungsliga. Damit war man berechtigt an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga (der damals h\u00f6chsten Spielklasse) teilzunehmen. Im alles entscheidenden Spiel traf die Viktoria auf dem VfR\u2013Platz an den Brauereien auf den &nbsp;FV Kaiserslautern, einem Vorg\u00e4ngerverein des 1.FC Kaiserlautern. Die Partie ging mit 0:3 verloren und somit blieb unserem Verein der erhoffte Aufstieg in die h\u00f6chste Spielklasse leider versagt. Bis zum Spieljahr 1932\/33 blieb die Viktoria ein fester Bestandteil der Bef\u00e4higungsliga, konnte aber leider nicht mehr an den Erfolg von 1927 ankn\u00fcpfen. In der Runde 1932\/33 folgte schlie\u00dflich der Abstieg in die Kreisklasse 1.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme im Jahre 1933 wurden die Spielklassen neu eingeteilt. Die Klassen hie\u00dfen nun Gauliga, Bezirksliga, 1. und 2. Kreisklasse. Unsere 1. Mannschaft geh\u00f6rte nun f\u00fcr einige Jahre der 1. Kreisklasse an. Durch den R\u00fcckritt bew\u00e4hrter Stammspieler war der Verein gezwungen, einen Neuaufbau vorzunehmen. Es dauerte einige Zeit, bis die jungen Kr\u00e4fte in der Mannschaft integriert waren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Saison 1937\/38 gelang es wieder einen Meistertitel nach Neckarhausen zu holen. Zum Saisonausklang musste unsere Mannschaft beim 1.FV Hemsbach antreten. Mit einem Punkt Vorsprung auf den Nachbarn Fortuna Edingen reiste die Viktoria an die Bergstra\u00dfe. Zum Meistertitel musste also ein Sieg her. In souver\u00e4ner Manier nahm unsere Mannschaft die H\u00fcrde in Hemsbach und sicherte sich mit einem 5:1 Erfolg die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksklasse Unterbaden. Brieftauben brachten die \u201efrohe Botschaft\u201c nach Neckarhausen. Auch die 2. Mannschaft konnte sich in der Saison 1937\/38 mit dem Meistertitel schm\u00fccken. Nach dem Aufstieg verpflichtete der Verein mit Fritz Weidinger einen Spielertrainer. Er brachte vom SV Waldhof&nbsp; neue Trainingsmethoden und einen neuen Stil mit nach Neckarhausen. Die Folge war, dass man als Aufsteiger in der Bezirksklasse eine gute Rolle spielte. Die neue Spielklasse brachte f\u00fcr unsere Mannschaft weitere Reisen mit sich. Es mussten nun auch Fahrten zu den Sportfreunden Eberbach,&nbsp;FC Freya Limbach und zu Kickers Walld\u00fcrn bew\u00e4ltigt werden. Zu einer Zeit wo es noch kaum Automobile gab, sicherlich ein schwieriges Unterfangen. Es schien, als k\u00f6nnte die Viktoria zu einem neuen H\u00f6henflug ansetzen. Aber es kam alles ganz anders. Der Beginn des 2. Weltkrieges hinterlie\u00df seine Spuren. Es wurde immer schwerer, einen geregelten Spielbetrieb aufrecht zu halten. Immer mehr junge M\u00e4nner wurden zu den Waffen gerufen und ab 1943 wurde der Spielbetrieb ganz eingestellt. Die Folgen dieses Wahnsinns trafen unseren Verein besonders hart. Eine gro\u00dfe Anzahl junger, hoffnungsvoller Spieler kehrte nicht mehr von den Schlachtfeldern in die Heimat zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teil 3 &#8211;&nbsp;Der Neubeginn ( 1945\u20131954 )<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach Ende des Krieges lag alles in Tr\u00fcmmern. Das Spielfeld war von amerikanischen Panzern zerfurcht, das Vereinslokal all unserer Troph\u00e4en beraubt und unser Verein war, wie alle Sportvereine, durch eine Verf\u00fcgung der Milit\u00e4r \u2013 Regierung verboten. Die Situation schien hoffnungslos zu sein. Die Lebensbedingungen waren derart schlecht, dass an sportliche Bet\u00e4tigung eigentlich nicht zu denken war. Aber die Liebe zum Fu\u00dfball half die Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden. Unter den Heimkehrern war Fritz Betzwieser, der die Geschicke des daniederliegenden Vereins in die H\u00e4nde nahm. Nach langen Verhandlungen mit der Milit\u00e4r\u2013Regierung in Weinheim erlangte er die Genehmigung zum Fu\u00dfballsport und die Wiederzulassung der Viktoria. Im Oktober 1945 berief er die erste Mitgliederversammlung&nbsp; nach Kriegsende ein und wurde zum 1. Vor- sitzenden gew\u00e4hlt. Mit seinem Mitarbeiterstab ging er sofort ans Werk, um den furchtbar zugerichteten Platz wieder in spielf\u00e4higen Zustand zu versetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im sportlichen Bereich wurde eine Neueinteilung der Spielklasse vorgenommen. Es entstanden die Oberliga, Landesliga, Bezirks- und Kreisklasse. Die Vorkriegserfolge unseres Vereins z\u00e4hlten nicht mehr und unsere Mannschaft musste den dornenreichen Weg der Qualifikation gehen. Am Ende machte sich der Aderlass des Krieges bemerkbar und man scheiterte. So musste in der Kreisklasse neu begonnen werden. Erneut hatte Fritz Weidinger das Traineramt \u00fcbernommen und unsere Mannschaft spielt eine gute Rolle. Aber mehr als der zweite Tabellenplatz sprang leider nicht heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Interesse an den Spielen der Viktoria war weiterhin enorm. Auch zu den Ausw\u00e4rtsspielen wurde die Elf von zahlreichen Schlachtenbummlern begleitet. In Ermangelung von Pkws war deren Anreise&nbsp; jedoch recht abenteuerlich. Die \u00f6rtlichen Fuhrunternehmen Adam Brecht, Franz Brecht und Otto Schnelle montierten am Wochenende Bretter und B\u00e4nke auf ihren Lastwagen und transportierten die Fans auf die gegnerischen Sportpl\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Saison 1949\/50 bot sich unserem Verein dann die M\u00f6glichkeit, den Sprung in die neugeschaffene 2. Amateurliga zu schaffen, aber am Ende reichte es nur zu einem entt\u00e4uschenden 9. Rang und man stand erneut mit leeren H\u00e4nden da. Die Viktoria blieb weiterhin in der A\u2013Klasse und in den Folgejahren sank das spielerische Niveau immer mehr. Konnte man sich 1951\/52 noch \u00fcber einen guten dritten Platz freuen, folgte zwei Jahre sp\u00e4ter ein absoluter Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte. Sang und klanglos stieg die Viktoria in die B\u2013Klasse ab und war erstmals seit den Gr\u00fcnderjahren wieder in der untersten Spielklasse angelangt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teil 4 &#8211;&nbsp;Es geht wieder aufw\u00e4rts ( 1955\u20131968 )<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit einem radikalen Umbruch stellte die Vorstandschaft die Weichen f\u00fcr eine bessere Zukunft. Es wurde die komplette A\u2013 Jugend in den Seniorenkader \u00fcbernommen und&nbsp; zusammen mit einigen erfahrenen Kr\u00e4ften startete die Mannschaft einen imponierenden Siegeszug. Am Ende stand die Meisterschaft in der B\u2013Klasse Nord und die sofortige R\u00fcckkehr in die A\u2013Klasse. Mit einem 1:0 Erfolg gegen den VfB Gartenstadt (Meister B\u2013 Klasse S\u00fcd) sicherte sich die Viktoria auch den Kreismeistertitel. Einen Hauptverdienst am schnellen Wiederaufstieg hatte zweifellos Sportlehrer Heinz B\u00fchler, der die Mannschaft vorbildlich betreute. Auch die 2. Mannschaft wurde in \u00fcberlegener Manier Meister. Beinahe w\u00e4re unserer Mannschaft in der Folgesaison der Durchmarsch gelungen. Im letzten Spiel der Saison 1955\/56 musste man beim Nachbarn Fortuna Edingen antreten. Ein Spiel voller Dramatik. W\u00e4hrend die Fortuna unbedingt beide Punkte ben\u00f6tigte um den Klassenerhalt zu schaffen, musste die Viktoria siegen, wenn der Aufstieg in die 2. Amateurliga gelingen sollte. Vor gro\u00dfer Zuschauerkulisse versagten bei unserer Mannschaft leider die Nerven. Die Fortuna schaffte mit einem 5:1 Heimsieg den Klassenerhalt und wir mussten der SpVgg Ketsch den Vortritt lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Folgejahren pendelte sich unsere 1. Mannschaft im Mittelfeld der A\u2013Klasse ein. Erst in der Spielzeit 1964\/65 durfte wieder ein Meistertitel bejubelt werden. Unter der Leitung von Trainer Arno Zeilfelder sicherte sich die Viktoria die Meisterschaft der A\u2013Klasse Gruppe S\u00fcd. Am vorletzten Spieltag errangen folgende elf Spieler mit einem 4:0 Erfolg \u00fcber Rot-Wei\u00df Rheinau den Meistertitel:&nbsp;<em>Eisen; M\u00fcller, Herold; Kopp, Drews, Aue; W.Zieher, Gr\u00f6bler, Knapp, Linnenbach, Antoni<\/em>. Die nachfolgenden Aufstiegsspiele standen f\u00fcr unsere Elf unter keinem guten Stern. Am 05.06.1965 empfing die Viktoria den Meister der A\u2013Klasse Nord Fortuna Heddesheim. Unter der souver\u00e4nen Leitung von Schiedsrichter Deuschel aus Mundenheim begann die Partie recht turbulent, denn schon nach f\u00fcnf Minuten gingen die G\u00e4ste in F\u00fchrung. Drei Minuten sp\u00e4ter schaffte Knapp den Ausgleich, der bis zur 78. Min. Bestand hatte, dann gelang den G\u00e4sten der Siegestreffer. Eine Woche sp\u00e4ter fand vor 1.100 Zuschauern das R\u00fcckspiel im \u201eHeddesheimer Loch\u201c statt. Als Antoni die Viktoria nach neunzehn Minuten in F\u00fchrung brachte keimte Hoffnung auf, aber die war nur von kurzer Dauer. Torj\u00e4ger Knapp musste eine Minute sp\u00e4ter verletzt vom Feld und damit spielte unsere Mannschaft nur noch zu zehnt. Dies nutzten die Fortunen sofort aus und lagen beim Seitenwechsel mit 3:1 in Front. Als G. M\u00fcller in der zweiten H\u00e4lfte vom Platz gestellt wurde, war das Spiel endg\u00fcltig entschieden. Am Ende gewann Heddesheim mit 4:1. F\u00fcr die Viktoria hie\u00df es Nachsitzen und versuchen den \u201ezweiten Matchball\u201c gegen die TSG Ziegelhausen zu nutzen. Am 26.06.1965 wollten folgende elf Akteure die Weichen in Richtung 2. Amateurliga stellen:&nbsp;<em>Eisen; Aue, K.Zieher; Suchalla, Drews, Kopp; W.Zieher, Gr\u00f6bler, Zeilfelder, Linnenbach, Antoni.&nbsp;<\/em>Am Ende musste man mit einem mageren 2:2 zufrieden sein. Die Treffer erzielten Gr\u00f6bler und Linnenbach. Die endg\u00fcltige Entscheidung musste also am Sonntag, 04.07.1965 in Ziegelhausen fallen. Nach den vielen verletzungsbedingten Ausf\u00e4llen trat die Viktoria die Reise in\u2019 s Neckartal mit dem allerletzten Aufgebot an. Unsere Elf bestritt dieses Spiel mit folgender Mannschaft:&nbsp;<em>Eisen; M\u00fcller, K.Zieher; Suchalla, Herold, Kopp; Tinus, Gr\u00f6bler, M\u00fclbert, Linnenbach, Antoni.<\/em>&nbsp;Zur Pause lag unsere Mannschaft bereits mit 0:2 in R\u00fcckstand. Der Anschlusstreffer von Fritz Linnenbach sorgte nach der Pause f\u00fcr neuen Schwung. Als Antoni jedoch des Feldes verwiesen wurde fehlte der dezimierten Mannschaft die Kraft, um dem Spiel noch eine entscheidende Wende zu geben. Somit war der Traum vom Aufstieg wie eine Seifenblase zerplatzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere zwei Jahre in der A\u2013Klasse folgten. Erst im Jahr 1968 konnte sich die Viktoria selbst das sch\u00f6nste Geburtstagsgeschenk machen. Mit Hans Krau\u00df vom VfR Mannheim hatte die Vorstandschaft einen Spielertrainer verpflichten, der die Mannschaft hervorragend aufbaute. Von Anfang an fand ein Dreikampf zwischen der SG Hemsbach, dem TSV Viernheim und unserer Elf statt. Am 17.03.1968 musste die Viktoria beim Verfolger Hemsbach antreten. Trainer Krau\u00df schenkte folgender Elf sein Vertrauen:&nbsp;<em>Eisen; Kuhn, M\u00fcller; Kopp, Krau\u00df, Arnold; Knapp, Veit, Wachter, Linnebach, Antoni.<\/em>&nbsp;In souver\u00e4ner Manier entschied die Viktoria das Spiel mit 5:2 Toren f\u00fcr sich und hatte damit wieder einmal in Hemsbach den entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Ungeschlagen marschierte die Viktoria durch die Saison und sicherte sich die Meisterschaft und damit den Aufstieg. Was lange w\u00e4hrte wurde endlich wahr, die Viktoria spielte in der 2. Amateurliga. Mit einem 2:0 Erfolg gegen die TSG Rheinau holte sich unsere Elf auch noch den Kreismeistertitel. Ein weiteres Ausrufezeichen setzte die Viktoria am 31.07.1968 im Jubil\u00e4umsspiel gegen den SV Waldhof. Gegen den in Bestbesetzung angetretenen Regionalligisten (damals zweith\u00f6chste Liga)&nbsp; erreichte unsere Mannschaft ein 2:2 Unentschieden. Die Viktoria spielte mit:&nbsp;&nbsp;<em>Eisen; Tinus, Siebig; Immerz, Krau\u00df, Grob; Fischer, Gro\u00dfpietsch (46. Min. Kopp), Wachter, Linnenbach, Antoni (75. Min. Ackermann).&nbsp;<\/em>Die Tore erzielten Wachter zum 1:1 und Antoni zum 2:2 Endstand.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teil 5 &#8211;&nbsp;Die 2. Amateurliga &nbsp;( 1968\u20131977 )<\/h4>\n\n\n\n<p>Nachdem der lang ersehnte&nbsp; Aufstieg &nbsp;in die 2. Amateurliga endlich geschafft war, hie\u00df es f\u00fcr die Verantwortlichen im Verein die Weichen zu stellen, damit das erste nicht gleichzeitig das letzte Jahr in der h\u00f6heren Klasse wurde. Es gelang, den Stamm der erfolgreichen Mannschaft zu halten und ihn gezielt zu verst\u00e4rken. Der Start in die neue Klasse verlief optimal. Als am dritten Spieltag der Nachbar FV 03 Ladenburg in einem hochklassigen Spiel mit 3:1 geschlagen wurde, stand die Viktoria mit 6:0 Punkten an der Tabellenspitze. Am Saisonende belegte die Viktoria einen guten achten Rang. Erstmals seit der Spielzeit 1938\/39 war unsere Mannschaft wieder au\u00dferhalb des Fu\u00dfballkreises Mannheim aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p>In der folgenden Spielzeit trumpfte unsere Mannschaft noch st\u00e4rker auf. Der vielleicht st\u00e4rkste Kader aller Zeiten spielte von Anfang an in der Spitzengruppe mit. Am Ende lieferte sich unsere Elf mit der SpVgg Ilvesheim einen spannenden Kampf um den Meistertitel. Die Entscheidung fiel am vorletzten Spieltag. \u00dcber 1.000 Zuschauer waren am 3. Mai 1970 gekommen um das Duell der beiden Nachbarn zu erleben. Unsere Mannschaft bestritt dieses Spiel mit:&nbsp;<em>Eisen; Schmitt, Kopp; Reibold, Krau\u00df, Linnenbach; Fischer, Hauck, R\u00f6thinger, Veit, Antoni (70.Min. Wachter).<\/em>&nbsp;Bereits in der ersten Minute geriet unsere Mannschaft in R\u00fcckstand. In der Folgezeit berannte unsere Elf fast pausenlos das G\u00e4stetor, aber die Abwehr der Insulaner stand wie eine Mauer. Am Ende siegten die Ilvesheimer&nbsp;&nbsp; mit 3:1 Toren und sicherte sich den Meistertitel. F\u00fcr die Viktoria blieb nur die Vizemeisterschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Weniger erfolgreich verlief die Runde 1970\/71. Nach einer Serie von zehn Spielen ohne Sieg, befand sich die Viktoria erstmals in Abstiegsgefahr. Am Rundenende platzierte man sich auf Rang 12. &nbsp;Danach ging es jedoch wieder aufw\u00e4rts. Ein vierter und ein dritter Rang waren die n\u00e4chsten Platzierungen. Zittern war dagegen wieder im Jahr 1973\/74 angesagt. Lange Zeit stand unsere Mannschaft auf einem Abstiegsrang und erst mit einem energischen Schlussspurt erreichte man noch Platz 13 und damit den Klassenerhalt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der folgenden Spielzeit ging die achtj\u00e4hrige erfolgreiche T\u00e4tigkeit von Trainer Krau\u00df zu Ende. Mit einem 5. Platz verabschiedete er sich von der Viktoria. Unter&nbsp; keinem guten Stern stand die Arbeit seines Nachfolgers Peter Klenk vom VfR Mannheim. Nach acht Spielen stand die Viktoria sieglos am Tabellenende. Keine guten Voraussetzungen f\u00fcr das erstmals anstehende Derby gegen den Nachbarn DJK Neckarhausen. Am 26. Oktober 1975 standen sich die beiden Vereine erstmals um Punkte gegen\u00fcber. Die Aufstellung der Viktoria lautete:&nbsp;<em>Eisen; R\u00fcd, Eich, Stecher, Leitmann; Klenk, Schwannecke, Werz; Prudlik, Janjic, Schott.<\/em>&nbsp;In einem dramatischen Spiel gelang der Viktoria durch Tore von Schott und Janjic ein 2:1 Sieg. Im weiteren Verlauf der Runde \u00fcbernahm Waldemar He\u00df das Traineramt und schaffte mit Rang 10 den Klassenerhalt. Durch die Einf\u00fchrung einer Oberliga Baden\u2013W\u00fcrttemberg wurde eine Neueinteilung der Spielklassen notwendig. Aus den f\u00fcnf 2. Amateurligen im Bereich des Badischen Fu\u00dfballverbandes (Odenwald, 2 x Rhein \u2013 Neckar und 2 x Mittelbaden) wurden drei Landesligen gebildet. F\u00fcr die Viktoria wurde die Spielzeit 1976\/77 damit zur Qualifikationsrunde. In der Vorrunde fand die Mannschaft nur sehr schwer ihren Rhythmus. Daf\u00fcr lief es in der R\u00fcckrunde f\u00fcr die Viktoria immer besser und mit dem 8. Platz schaffte man die Qualifikation zur neugeschaffenen Landesliga Rhein\u2013Neckar ohne Probleme.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teil 6 \u2013&nbsp;Die Landesliga \u2013 Jahre&nbsp; ( 1977- 1997 )<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit einem Mammutfeld startete die Landesliga in ihre erste Saison. Zu den 16 qualifizierten Mannschaften kamen noch drei Absteiger aus der Verbandsliga, womit die Liga ein Starterfeld von 19 Teams hatte. Wieder einmal kam die Mannschaft ganz schlecht aus den Startl\u00f6chern. Bereits nach dem dritten Spieltag trennte sich unser Verein von Trainer He\u00df und verpflichtete Julius Dani als seinen Nachfolger. Es wurde eine Zittersaison und erst am vorletzten Spieltag war der Klassenerhalt geschafft. Ein Novum brachte die Partie gegen die SpVgg Neckargem\u00fcnd. Nachdem Zuschauer aus Neckargem\u00fcnd den Linienrichter attackiert hatten, brach der Unparteiische die Partie kurz vor Schluss beim Stande von 2:2 ab. Das Spiel wurde von der Spruchkammer neu angesetzt. Im Wiederholungsspiel gewann die Viktoria mit 3:0 und erk\u00e4mpfte sich dadurch wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Das Zittern ging zwar bis zum Saisonende weiter, aber am Ende durfte gejubelt werden. Mit Rang 16 konnte man den letzten rettenden Platz ergattern und somit die Klasse erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden f\u00fcnf Jahre nahmen eine \u00e4hnliche Entwicklung. Fast regelm\u00e4\u00dfig startete unsere Mannschaft schlecht in die Saison. Die Folge war eine Platzierung im unteren Tabellendrittel und damit ein langer Kampf gegen den Abstieg. Sicherlich gab es in diesen Jahren spielerisch bessere Mannschaften, aber die Einstimmung und die Kameradschaft innerhalb der Truppe war hervorragend. Wenn es die Situation erforderte, war sich Trainer Georg Burkh\u00e4user auch nicht zu schade, nochmals die Fu\u00dfballschuhe anzuziehen. So gelang es immer wieder den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, nicht zuletzt auch weil man mit Uli B\u00fchler einen Torj\u00e4ger der Extraklasse in seinen Reihen hatte. In einer ganz brenzligen Situation befand sich die Viktoria am Ostersamstag (5. April) 1980. Als Vorletzter musste man zur SG Waibstadt, wo ein Nachholspiel auf dem Programm stand. Durch zahlreiche Verletzung dezimiert, lief unsere Mannschaft mit einer Verlegenheitself auf. Es spielten:&nbsp;<em>K. Maier; Wolf, Hofmann, Eich, M. B\u00fchler; Kuprian, H.P. Werz ( H. Hauck), Engel, Burkh\u00e4user (R. Maier); Schwarz, U. B\u00fchler.&nbsp;<\/em>Diese Notelf lieferte ein tolles Kampfspiel und schaffte einen unerwarteten 2:1 Ausw\u00e4rtssieg. Befl\u00fcgelt durch diesen \u00fcberraschenden Coup holte die Mannschaft in den restlichen vier Begegnungen noch sechs Punkte und schaffte den Ligaverbleib.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Folgejahr schwebte die Viktoria lange in Abstiegsgefahr. Am drittletzten Spieltag gastierte unsere Elf beim FC Zuzenhausen und lag bis&nbsp; zur 88. Min. mit 0:2 im R\u00fcckstand. Die Partie schien gelaufen und die meisten Neckarh\u00e4user Zuschauer befanden sich bereits auf dem Weg zu ihren Autos. Dann gelang Merkle der Anschlusstreffer und unsere Mannschaft sch\u00f6pfte neue Hoffnung. Sekunden vor dem Abpfiff staubte M. Hauck tats\u00e4chlich noch zum 2:2 Ausgleich ab und sicherte einen ungeheuer wichtigen Punkt. Auf dem Platz spielten sich unbeschreibliche Jubelszenen ab, denn nun durfte wieder auf den Klassenerhalt gehofft werden. Nach einem 3:1 Heimsieg \u00fcber die SpVgg Neckargem\u00fcnd musste am letzten Spieltag die Entscheidung im Abstiegskampf fallen. Am Sonntag, 10. Mai 1981 war man zu Gast in M\u00f6nchzell. Trainer Burkh\u00e4user schenkte f\u00fcr diesen \u201e\u00dcberlebenskampf\u201c folgenden Spielern sein Vertrauen:&nbsp;<em>Maier; Helm, Hofmann, Krupp, Keuerleber; Bade, Liebermann, Engel (79. Min. B\u00fchler), Schwarz (75. Min. Placzek); Merkle, M. Hauck.&nbsp;<\/em>Unsere Elf ging mit gro\u00dfem Engagement zur Sache und hatte auch&nbsp; das Gl\u00fcck, dass der brandgef\u00e4hrliche M\u00f6nchzeller St\u00fcrmer Vettermann verletzungsbedingt ausfiel. Helm erzielte kurz vor der Pause den F\u00fchrungstreffer und Bade legte nach Seitenwechsel einen zweiten Treffer nach. Damit war der Grundstein zum Erfolg gelegt. Als Merkle zehn Minuten vor dem Ende auf 3:0 erh\u00f6hen konnte, war der Sieg perfekt und die Viktoria hatte den Verbleib in der Landesliga doch noch geschafft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umschwung kam in der Spielzeit 1983\/84 mit Spielertrainer Peter Hartmann. Aus dem notorischen Abstiegskandidaten wurde ein Team, das seinen Platz fortan im oberen Tabellendrittel fand. Als Hartmann nach zwei erfolgreichen Jahren den Verein verlie\u00df, hatte man das Gl\u00fcck mit Wolfgang Balling einen Nachfolger zu finden, der die Arbeit seines Vorg\u00e4ngers erfolgreich weiterf\u00fchrte. Der 3. Platz am Ende der Runde 1986\/87 war die beste Platzierung seit 1969\/70. Die Mannschaft spielte eine hervorragende Runde und lag am 25. Spieltag, nach einem souver\u00e4nen 3:0 Erfolg beim Nachbarn DJK, nur zwei Z\u00e4hler hinter dem Spitzenreiter Feudenheim zur\u00fcck. Erst im Schlussspurt ging dem Team von Trainer Balling die Puste aus. Obwohl zum Rundenende noch vier Heimspiele auf dem Programm standen, b\u00fc\u00dfte man hier die entscheidenden Punkte ein. Mit einem 6. Platz im Folgejahr beendete Wolfgang Balling seine erfolgreiche T\u00e4tigkeit bei der Viktoria.<br>Keinen Gefallen tat sich der Verein mit der Verpflichtung von Horst Kunzmann als dessen Nachfolger. Der hatte zwar etliche Erfolge als Referenz vorzuweisen, aber er passte einfach nicht in das Umfeld eines kleinen Vereins. Verlief die erste Spielzeit noch recht erfolgreich, so passte es in der Saison 1989\/90 \u00fcberhaupt nicht mehr. Die Mannschaft pr\u00e4sentierte sich nicht mehr als Einheit und geriet zusehends in Abstiegsn\u00f6te. Am 21. Spieltag zog die Vorstandschaft die Konsequenz aus der bedrohlichen Situation und entlie\u00df Trainer Kunzmann. Bis Saisonende \u00fcbernahm Walter Jeck nochmals das Ruder und schaffte den Klassenerhalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Volker Reibold trat dann ein Mann auf die Kommandobr\u00fccke, der selbst mehrere Jahre f\u00fcr die Viktoria aktiv gespielt hatte. Er f\u00fchrte die Viktoria zweimal auf Platz 5. Sicherlich keine schlechte Ausbeute, aber angesichts des hochkar\u00e4tigen Spielerkaders, hatte man die Ziele im Lager der Viktoria h\u00f6her angesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Beginn der Spielzeit 1992\/93 \u00fcbernahm Gerhard Sch\u00e4fer das Traineramt. Sein Start verlief zwar eher durchwachsen, aber gegen Ende der Vorrunde kam die Mannschaft immer besser in Form. Mit einer tollen Serie rollte die Viktoria das Feld von hinten auf sicherte sich am Ende die Vizemeisterschaft. Leider gab es zu dieser Zeit noch keine Relegationsspiele, sonst h\u00e4tte unsere Elf an die T\u00fcr zur Verbandsliga Nordbaden geklopft. Nach diesem Erfolg startete unsere Mannschaft erwartungsvoll in die n\u00e4chste Runde. Der Start verlief zwar etwas verhalten, aber zu Beginn der R\u00fcckrunde hatte man sich unter die ersten f\u00fcnf vorgespielt. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass am Ende der Saison der bittere Abstieg in die Bezirksliga stehen w\u00fcrde. Eine total verkorkste R\u00fcckrunde mit vielen unn\u00f6tigen Platzverweisen lie\u00df die Elf von Trainer Sch\u00e4fer auf den 13. Rang abrutschen und damit musste man in die Relegation. Erster Gegner war der Vizemeister der Bezirksliga Sinsheim, der FC Berwangen. Vor 600 Zuschauern nahm unsere Mannschaft mit einem 3:0 Sieg die erste H\u00fcrde sicher. Am 5.06.1994 fand in St. Ilgen das entscheidende Spiel gegen den VfB Rauenberg statt. Vor 950 Zuschauern bestritt die Viktoria mit folgender Elf dieses&nbsp; Endspiel:&nbsp;<em>Stoklasek; Bernhardt, Burry, Hirsch; Sch\u00e4fer, Sobeschuck, Neugebauer, Rusakiewicz (70. Min. Schertel), Hirschbiel; R\u00f6ger, Schmitt<\/em>. In einem hart umk\u00e4mpften Spiel hatte die Viktoria zun\u00e4chst Feldvorteile, konnte aber nicht den erhofften F\u00fchrungstreffer erzielen. Auch nach dem Wechsel blieben Torchancen Mangelware. Die Partie wurde jedoch immer hektischer. Als sich&nbsp; Hirschbiel in der 84. Minute zu einer T\u00e4tlichkeit hinrei\u00dfen lie\u00df und vom Platz flog, musste die Viktoria wieder einmal in Unterzahl zu Ende spielen. Die Entscheidung gegen unsere Mannschaft fiel buchst\u00e4blich in letzter Sekunde. Unsere Abwehr versuchte eine Abseitsfalle aufzubauen, aber das Schiedsrichtergespann lie\u00df die Partie weiterlaufen. Dadurch hatte ein Rauenberger Angreifer freie Bahn und versetzte mit seinem Treffer zum 0:1 unserer Mannschaft den \u201eTodessto\u00df\u201c. Nach 26 Jahren Ligazugeh\u00f6rigkeit musste man den Weg in die Bezirksliga antreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Ziel sofortige R\u00fcckkehr in die Landesliga startete die Viktoria in die n\u00e4chste Runde. Lange Zeit entwickelte sich ein Dreikampf mit dem SV Rohrhof und der SpVgg Ketsch um den Titel. Immer wieder wechselte die Tabellenf\u00fchrung hin und her. In der Schlussphase setzten sich aber Rohrhof und unsere Elf vom Feld ab und die Entscheidung um den Titel fiel zwischen diesen beiden Mannschaften. Den entscheidenden Schritt in Richtung Wiederaufstieg nahm die Viktoria am 30.04.1995, als sie das Spitzenspiel in Rohrhof mit 3:1 f\u00fcr sich entscheiden konnte und die Tabellenf\u00fchrung zur\u00fcckholte. Am letzten Spieltag wurde die SpVgg Ketsch mit 5:1 vom Platz gefegt und die Meisterschaft errungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Landesliganeuling schaffte die Viktoria im n\u00e4chsten Jahr problemlos den Klassenerhalt. In der Saison 1996\/97 endete dann das Kapitel Landesliga endg\u00fcltig f\u00fcr die Viktoria. Dabei begann die Spielzeit ganz normal. Nach elf Spielen hatte unsere Elf 18 Punkte auf dem Konto und rangierte auf dem 7. Tabellenplatz. \u00dcber den restlichen Saisonverlauf sollte man aber den Mantel des Schweigens decken. Lediglich noch einmal verlie\u00df die Viktoria den Platz als Sieger. Ansonsten trat man mit sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit die Punkte an den Gegner ab. Mit nur 24 Punkten landete man auf dem vorletzten Platz und musste die Landesliga verlassen. Am 27.04.97 bestritt unsere Mannschaft ihr erstes Heimspiel auf Rasen. Im neuen Sportzentrum verlor man gegen die SG Eschelbach sang- und klanglos mit 0:3 Toren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der sportliche H\u00f6hepunkt der Saison fand am 25.04.1997 statt, als das Sportzentrum in Edingen\u2013Neckarhausen eingeweiht wurde. Eine Auswahl der drei Vereine FC Viktoria, DJK und Fortuna traf zur Er\u00f6ffnung auf den amtierenden Champions-League Gewinner BV Borussia 09 Dortmund. Vor 5.000 begeisterten Zuschauern schlug sich die Kombination aus der Neckargemeinde trotz der 2:8 Niederlage recht achtbar.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teil 7 \u2013&nbsp;Von nun an ging\u2019s bergab&nbsp; ( 1997\u20132007)<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach dem erneuten Abstieg aus der Landesliga musste man im Verein umdenken und kleinere Br\u00f6tchen backen. &nbsp;Ein erneuter Wiederaufstieg konnte nicht in Angriff genommen werden. Man musste sich auf eine l\u00e4ngere Verweildauer in der Bezirksliga einrichten. Am 15.07.1998 wehte noch einmal ein Hauch der gro\u00dfen Fu\u00dfballwelt durch die Gemeinde. Zur Feier des 90. Geburtstages hatte sich die Viktoria den amtierenden Deutschen Meister 1.FC Kaiserlautern eingeladen. Die stattliche Kulisse von 3.500 Zuschauern verfolgte den Auftritt der \u201eRoten Teufel\u201c mit ihrem Meistertrainer Otto Rehhagel. Bis zum Seitenwechsel (0:3) hielt unsere Mannschaft noch gut mit, aber im zweiten Durchgang waren die Pf\u00e4lzer l\u00e4uferisch einfach zu stark, so dass am Ende doch eine klare 0:11 Niederlage stand. Eine Halbzeit lang stand auch der aktuelle Kapit\u00e4n der Nationalmannschaft Michael Ballack auf dem Platz. Im Gegensatz zu Dortmund erwiesen sich die Spieler aus Kaiserslautern sehr zuschauerfreundlich und verteilten gro\u00dfz\u00fcgig die hei\u00dfbegehrten Autogramme.<\/p>\n\n\n\n<p>In den beiden n\u00e4chsten Jahren spielte die Viktoria auch eine gute Rolle und konnte sich jeweils im oberen Tabellendrittel klassifizieren. In der Saison 1998\/99 erreichte die Viktoria sogar das Finale im Kreispokal, musste sich aber im Elfmeterschie\u00dfen dem LSV 64 Ladenburg geschlagen geben. Danach begann aber der unaufhaltbare Abstieg. Unter der sportlichen Leitung von Ingo Paulsen kam die Viktoria nicht mehr aus dem Tabellenkeller heraus. Schon in der Spielzeit 1999\/00 drohte ein erneuter Abstieg. Mit viel Gl\u00fcck und g\u00fcnstigen Auf- und Abstiegsregelungen konnte der Sturz in die Kreisliga vermieden werden und das, obwohl unsere Elf in der gesamten Runde nur 20 Punkte erringen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas sorgenfreier waren dann die beiden folgenden Spieljahren. Es bestand nie akute Abstiegsgefahr, aber die Mannschaft krebste stets im unteren Tabellendrittel herum. Das letzte Ausrufezeichen setzte die Viktoria am 14.08.2001 in der 3. Runde des BFV Pokal, als unsere Mannschaft auf den Oberligisten FV Lauda traf. Nach dramatischen 120 Minuten trotzte man dem haushohen Favoriten ein torloses Remis ab. Erst im anschlie\u00dfenden Elfmeterschie\u00dfen versagten unseren Spielern die Nerven und der FV Lauda schoss sich in die n\u00e4chste Runde. Auch die Entlassung des \u00dcbungsleiters, die viel zu sp\u00e4t erfolgte, konnte am Niedergang nichts \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Den vorl\u00e4ufigen Tiefpunkt erlebte unser Verein in der Spielzeit 2002\/03 mit dem Abstieg in die Kreisliga A. Allerdings muss sich die damalige Vorstandschaft eine geh\u00f6rige Portion Mitschuld f\u00fcr diesen Abstieg ankreiden lassen. Vorstand Jakel f\u00fchrte Verhandlungen mit dem Nachbarverein DJK Neckarhausen mit dem Ziel, eine Fusion von Viktoria und DJK herbeizuf\u00fchren. Da sich die Vorstandschaft ziemlich sicher schien, die Fusion durchboxen zu k\u00f6nnen, wurden die Verhandlungen mit den eigenen Spielern unn\u00f6tig hinausgez\u00f6gert und nach Verst\u00e4rkungen keine Ausschau gehalten. So verlie\u00df fast der komplette Kader den Verein und die Viktoria startete mit einer Mannschaft in die Runde, die maximal das Format eines B\u2013Ligisten hatte. Die Saison verlief dann auch so wie man bef\u00fcrchten musste. Von Anfang an stand unser Verein &nbsp;auf einem Abstiegsplatz und kassierte dabei manche deftige Niederlage. Entnervt warf Trainer J\u00f6hl nach dem 13. Spieltag das Handtuch und wieder einmal musste Reiner Korn als Nothelfer einspringen. Er bekam zwar f\u00fcr die R\u00fcckrunde einige Verst\u00e4rkungen, aber die Lage war zu verfahren, als dass der Abstieg noch zu verhindern gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Gespannt war man nun, wie sich die Mitglieder zur Fusion stellen w\u00fcrden. Bei der entscheidenden Abstimmung war das Clubhaus bis auf den letzten Platz besetzt. Bef\u00fcrworter und Gegner hatten ihre Lager aktiviert und so sah man der Entscheidung mit gro\u00dfer Spannung entgegen. Am Ende stand eine Mehrheit f\u00fcr die Fusion, aber die erforderliche \u00be Mehrheit wurde verpasst. Somit war die Fusion von Seiten der Viktoria abgelehnt. Aus Wut und Entt\u00e4uschung trat danach fast die komplette Vorstandschaft zur\u00fcck. Da sich auch der gr\u00f6\u00dfte Teil der Mannschaft in alle Winde zerstreut hatte, befand sich die Viktoria in der gr\u00f6\u00dften Krise seit Vereinsgr\u00fcndung. Vom gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Vorstand waren nur noch der 3. Vorsitzende Werner Hauck, Schriftf\u00fchrer Bernhard Rudolf im Amt. Hauptkassier Christian Huy trat zwar ebenfalls von seinem Amt zur\u00fcck, f\u00fchrte die Vereinskasse aber kommissarisch weiter. Zusammen mit einigen Helfern versuchte man das Schiff wieder flott zu machen.<br>Mit Uwe Ulpins konnte man einen ehemaligen Aktiven als neuen Trainer gewinnen und der lie\u00df seine ganzen Beziehungen spielen, damit man f\u00fcr die bevorstehende Runde \u00fcberhaupt eine Mannschaft zusammen brachte. Nat\u00fcrlich dauerte es einige Zeit, bis sich die Mannschaft gefunden hatte. Man lie\u00df sich von anf\u00e4nglichen Misserfolgen aber nicht aus der Ruhe bringen und landete am Ende auf dem 10. Platz. Der freie Fall wurde somit verhindert. Mit Beginn der Saison 2004\/05 wurde die Kreisliga A in Kreisklasse A umbenannt und seit dieser Zeit versucht die Viktoria vergeblich, den Wiederaufstieg zu packen. War es im ersten Jahr eine schwache Vorrunde, so scheiterte unsere Mannschaft im Folgejahr an einer verkorksten R\u00fcckrunde. Eine Entt\u00e4uschung ist sicherlich die Runde 2006\/07, denn zu keiner Zeit konnte unsere Elf ernsthaft in das Aufstiegsrennen eingreifen. Leider blieb unsere Mannschaft auch im Jubil\u00e4umsjahr weit hinter den Erwartungen zur\u00fcck und man konnte im Lager der Rot\u2013Schwarzen im Jubil\u00e4umsjahr nicht auf einen Aufstieg angesto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Von nun an werden kleinere Br\u00f6tchen gebacken (ab 2008)<\/h4>\n\n\n\n<p>Inzwischen z\u00e4hlt der FC Viktoria zum Inventar der Kreisklasse A. Die finanziellen M\u00f6glichkeiten lassen keine gro\u00dfen Spr\u00fcnge zu und der Verein treibt die Entschuldung voran. Nachdem man in der Saison 2011\/12 am letzten Spieltag dem Abstieg gerade noch von der Schippe sprang,&nbsp;stand ein weiterer Umbruch an. Doch sowohl in der Spielzeit 2012\/13, als auch in der Saison 2013\/14 verjagte man das Abstiegsgespenst von der Porschestra\u00dfe und belegte jeweils den 9. Tabellenrang. Die Schulden werden weiterhin kontinuierlich abgebaut, so dass der FC Viktoria f\u00fcr die Zukunft finanziell besser aufgestellt sein wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prolog Ende des 19 Jahrhunderts war es in Deutschland \u00fcblich, dass M\u00e4nner im Gesangverein aktiv waren, sich bei der Feuerwehr engagierten oder aber getreu nach Turnvater Jahn \u201efrisch \u2013 fromm \u2013 fr\u00f6hlich \u2013 frei\u201c etwas f\u00fcr die k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung taten. 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